Zwischen Post, Paketen und Begegnungen – Benjamin Foth vom Born Center 

Der klassische Kiosk hat sich verändert. Benjamin Foth erzählt, warum heute Post, Pakete und persönliche Begegnungen den Alltag bestimmen.

Wer denkt bei einem Kiosk noch an mehr als Süßigkeiten, Zeitungen oder den schnellen Einkauf zwischendurch? Tatsächlich hat sich das Bild in den vergangenen Jahren stark verändert. Viele Kioske sind heute wichtige Anlaufstellen im Alltag: Hier werden Briefe aufgegeben, Pakete verschickt oder abgeholt, Lotto gespielt oder schnell noch eine Kleinigkeit besorgt.
So ist es auch im Born Center. Der Kiosk von Benjamin Foth ist für viele Menschen längst eine feste Adresse geworden – und oft der erste Weg, wenn es um Post- und Paketdienstleistungen geht.

Bei unserem Gespräch wurde schnell deutlich: Benjamin Foth kennt nicht nur sein Geschäft, sondern auch den Wandel, den Kioske in den vergangenen Jahren erlebt haben. Er ist ein ruhiger, angenehmer Gesprächspartner, der mit viel Erfahrung auf seine Branche blickt. Obwohl er selbst nicht in Osdorf lebt, kennt er das Quartier seit vielen Jahren und weiß, was den Osdorfer Born ausmacht. Seine Mitarbeiterinnen stammen aus dem Stadtteil, kennen viele Kundinnen und Kunden persönlich und sind für viele ein vertrautes Gesicht.
Man merkt schnell: Ein Kiosk ist weit mehr als ein Verkaufsraum. Er gehört zur Nahversorgung und trägt dazu bei, dass ein Quartier lebendig bleibt. Oder möchten Sie für jeden Brief erst bis nach Altona fahren?

Vielen Dank für das offene Gespräch, Herr Foth – und auch ein herzliches Dankeschön an Frau Foth für die Unterstützung bei der Organisation 😊.

 

Unsere Fragen an Benjamin Foth:

Seit wann sind Sie in Ihrem Quartier selbständig?
Wir sind seit 14 Jahren im Born Center, aber ich bin schon sehr lange selbständig.

1. Was macht Ihr Geschäft oder Ihr Angebot besonders in Ihrem Quartier?

Wir sind die Postfiliale im Born Center und damit für viele Menschen eine wichtige Anlaufstelle. Ich selbst bin nicht jeden Tag vor Ort, weil wir mehrere Filialen betreiben. Unsere Mitarbeiterinnen kommen jedoch aus Osdorf und sind fest im Quartier verwurzelt. Neben der Post bieten wir natürlich auch Lotto, Paketservice sowie Zeitungen und Zeitschriften an – auch wenn diese heute deutlich seltener gekauft werden als früher. Durch unsere zentrale Lage können die Menschen ihre Briefe und Pakete schnell und unkompliziert erledigen.

2. Was gefällt Ihnen als Unternehmer am Standort?

Seit wir das Geschäft vor 14 Jahren übernommen haben, hat sich vieles verändert. Früher lebte ein Kiosk vor allem vom Verkauf von Zeitungen und Magazinen. Heute sind Post- und Paketdienstleistungen ein wesentlicher Teil unseres Geschäfts. Ich freue mich, dass wir diesen Wandel erfolgreich geschafft haben und uns hier wirtschaftlich gut behaupten konnten.
Der Osdorfer Born fühlt sich für mich ein bisschen wie ein Dorf an. Viele Menschen kennen sich, begegnen sich immer wieder und unsere Mitarbeiterinnen kennen viele Kundinnen und Kunden seit Jahren persönlich. Natürlich hat sich auch die Bewohnerschaft verändert. Aber insgesamt funktioniert das Miteinander gut – und das ist für ein Quartier sehr wichtig

3. Welche Wünsche oder Ideen haben Sie für die Zukunft des Quartiers?

Eigentlich geht es uns hier sehr gut. Meine Mitarbeiterinnen arbeiten gerne im Born Center und wir fühlen uns wohl. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es eine bessere Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz. Eine S- oder U-Bahn-Anbindung würde dem Stadtteil sicher guttun.

4. Bonusfrage: Wie sind Sie überhaupt zu Ihrem Geschäft in Osdorf gekommen?

Ich komme aus einer Gastronomenfamilie und bin praktisch mit der Selbstständigkeit aufgewachsen. Schon als Jugendlicher habe ich im Restaurant meiner Eltern mitgearbeitet. Nach meinem Zivildienst bin ich dort eingestiegen und viele Jahre in der Gastronomie geblieben.
Mit der Zeit wurde aber klar, dass sich die langen Arbeitszeiten nur schwer mit einem Familienleben vereinbaren lassen. Deshalb haben wir nach einer neuen Möglichkeit gesucht, Familie und Selbstständigkeit miteinander zu verbinden. So entstand unsere erste Kioskfiliale.
Als die Deutsche Post ihre Filiale in Osdorf aufgeben wollte, haben wir die Gelegenheit genutzt und sie übernommen. Seitdem führen wir den Standort im Born Center weiter. Heute sind wir immer noch ein Familienunternehmen. Meine Mutter ist zwar inzwischen im Ruhestand, unterstützt uns aber weiterhin. Und wer weiß – vielleicht übernimmt eines Tages mein Sohn das Unternehmen. Die Zeichen stehen gut. Aber bis dahin hat er noch alle Zeit, seinen eigenen Weg zu gehen. Meine Frau und ich haben jedenfalls nach wie vor viel Freude an unserer Arbeit.“

Vielleicht ist Ihr nächster Brief oder Ihr nächstes Paket ein guter Anlass, den Kiosk im Born Center zu besuchen. Persönlicher Service gehört hier zum Alltag. 

 

Kiosl Foth am Born Center

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Kontaktdaten für Anfragen:

Telefon: 04084054814
Anschrift: Bornheide 45, 22549 Altona

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Ob Friseurtermin, Schlüsseldienst um die Ecke oder Geburtstagsfeier im Lieblings-Eiscafé – im Interview finden Sie alle wichtigen Kontaktinfos.

PS: Haben Sie eine Idee, wen wir als Nächsten in Osdorfer Born, Lurup, Harburg, Groß Borstel, Wilstorf, Billstedt, Bergedorf oder Jenfeld interviewen sollen?

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